Pfingstweid, Quartierpark mit Schulanlage Zürich West CH

PfingstweidPark Zurich

Zürich, 2010. Internationaler Projekt-und Ideenwettbewerb, 1. Preis

Architektur: Baumann Roserens Architekten, Zürich.
Bauherrschaft: Stadt Zürich
Fotos: GSZ/Marc Werien

Der Projektperimeter für den künftigen Pfingstweidpark befindet sich im ehemaligen Industriegebiet im Westen der Stadt Zürich zwischen dem trockenen Gleisfeld der Bahnanlagen und dem Flusslauf der Limmat. Der Umstand, dass die grossflächigen Industrieanlagen rund um die Pfingstweidstrasse auf einem künstlich aufgeschüttetem Terrain erstellt wurden führte dazu, dass das heute noch als Schrebergartenareal genutzte Gebiet auf dem tieferen Niveau der ursprünglichen Pfingstweid liegt. Diese topographische Eigenheit bleibt als identitätsstiftendes Element auch mit der Umgestaltung zum öffentlichen Parkraum spürbar und wird erlebbar gemacht.

Der neue Park ist typologisch als “sunken garden“ konzipiert, einem aus England stammenden historischen Parktyp, welcher mittels einer begrünten und meist durch eine Wasserfläche gestaltete Senke das Sinnbild des Paradiesgartens aufnimmt. Das Herz des Parks ist durch einen lichten Eichenmischwald gekennzeichnet, der wie damals, als hier noch Stiel- und Trauben-eichen als Waldweide existierten, extensiv von der Allgemeinheit genutzt wird.

Landschaftsarchitektonisches Thema für die Gestaltung des neuen Pfingstweidparks ist der erlebbare Übergang von der trockenen Stadtebene zur feuchten Senke der baumbestandenen Rasenfläche. Die Ränder sind als unterschiedlich stark ausformulierte gebaute Kanten konzipiert und mittels Stützmauern, Treppen, terrassierten Böschungen und Mauern gestaltet. Der modellierte Randbereich versteht sich als Übergangszone und bildet einen Rahmen, in welchem Tiere und Pflanzen ihren neuen Lebensraum finden.

Zu einem grossen Teil besteht der Park aus Abbruchmaterial von ehemaligen Industriegebäuden, beispielsweise 200m3 Betonabbruch aus Fundamenten und Bahnsteiganlagen, 140m Winkelplatten und 170m3 kiesiges Dachsubstrat aus dem Bahnhofabbruch entlang der Europaallee. Ausserdem wurden 1200m3 Humus aus der Sportplatzbaustelle Utogrund auf die Baustelle transferiert. Das Wiedervewenden von Material im Park trägt zur Umsetzung des Konzepts der Stadterosion als bestehender Kreislauf in der Stadt bei. Neben dem ökologischen Mehrwert werden durch das Recycling von Material aus der gleichen Stadt Transport-, Entsorgungs- und Beschaffungskosten minimiert.

Schulanlage Pfingstweid, Zürich-West

Zürich, 2010. Internationaler Projekt-und Ideenwettbewerb, 1. Preis

Architektur: Baumann Roserens Architekten, Zürich.
Bauherrschaft: Stadt Zürich
Bauzeit: 2017-2019. Bezug: Schuljahr 2019/2020
Spielplatz Spezialist: Motorsänger

Auf dem Pfingstweid-Areal – direkt an den Pfingstweidpark angrenzend – soll bis 2019 eine neue Primarschule entstehen. Die Schulanlage Pfingstweid soll als Tagesschule konzipiert werden und Raum für rund 180 Kinder von 4 bis 13 Jahren sowie 30-40 Lehr- und Betreuungspersonen bieten.

Der Aussenraum des Schulhauses Pfingstweid steht im engen Dialog mit dem Schulgebäude und dem neu gebauten Pfingstweidpark. Leicht erhöht vom Parknieveau steht der Pausen-platz auf eine klar definierte Fläche von 2 Baumreihen und einen kleinen Pavillon begleitet. Mit diesen subtilen Massnahmen sind die Nutzer vom Park und Schule gleichzeitig profitiert ohne Nutzungskonflikte zu verursachen.

Der Aussenraum der neuen Schule in Zusammenhang mit dem Vorplatz von der Seite der Pfingstweidstrasse strahlt einen öffentlichen und einladenden Charakter aus.

Der Platz dient als adressbildender Zu-gang zum Schulhaus, zum Park und zum benachbarten City-West-Areal und schafft dadurch einen Übergang vom städtischen Raum zum tieferliegenden Park.

Reordenación del Litoral de las Palmas de Gran Canaria SP

Las Palmas de Gran Canaria, 2009. Internationaler Ideenwettbewerb, 2. Phase

Carola Antón in Zusammenarbeit mit Negrín Architekt, Spanien.

The challenge of planning and designing the 42km coastline of the canarian capital, starts by questioning the specific qualities and potential of the site. One aim and 2 strategies structure the project.

The aim is to improve the permeability land-water, and the qualification of the coast using the land already gained to the sea.

Understanding economy in investment, maintenance, and ecology as one, the strategies “lapa” (limpet) and “alga” (seaweed) take the name of the fauna and flora of the seascape, and embody the character of the intervention.

The “lapa” is the adhesion of constructions adapted to the border conditions, from a piece of “furniture” to waves which unfold towards the water. The “alga” is the recuperation of the green structures of the coastline. A green laboratory is extended along the coast, crossed by the Gulles. The sequence of vegetation vary from the native landscape, productive landscape and exporting landscape.