Garten Cavegn Zürich CH

Zürich 2009. Direktauftrag, Fertigstellung 2010

Architektur: Baumann Roserens Architekten, Zürich
Bauherrschaft: Miriam und Andreas Cavegn, Zürich

Das Grundstück der Familie Cavegn befindet sich in einem Villenquartier in der Nähe des Zürichsees. Dieses ist stark von der Grünstruktur der umgebenden Gärten geprägt, die eine parkartige Zusammensetzung von Gross- und Kleinbäumen, Sträuchern und Rasen aufweisen. Die Grossbäume setzen sich vor allem aus einheimischen Arten zusammen, während Kleinbäume und Sträucher oftmals exotischer Herkunft sind.

Der “Garten Cavegn” wird insbesondere durch die Bepflanzung charakterisiert. Räumlich unterscheidet man zwischen einem üppigen Pflanzbereich aus Stauden und Edelgehölzen am Gartenrand und einem begehbaren offenen Rasenbereich in der Mitte, in dem man spielen und verweilen kann. Die präzise und kantige Form des bepflanzten Bereichs wird durch die Herstellung einer gebauten Kante aus Stahl definiert. Diese Geometrisierung verleiht dem Garten einen eigenen und mit der Architektur korrespondierenden Charakter. Es entstehen verschiedene Zwischenräume, die durch unterschiedliche Pflanzenarten zusätzlich differenziert werden.

Die Auswahl der Vegetation ist themenbezogen. Die Gehölze bestehen aus Schlangenhaut-Ahornen, deren Habitus (Wuchsform) durch die Pflanzungsart bestimmt wird: als Solitärkleinbaum oder als dicht bepflanzte Strauchpflanzen. Schlangenhaut-Ahorne sind gekennzeichnet durch die ausgeprägte und leuchtende Laubfärbung und die gestreifte Borke. Kleinbäume und Sträucher sind in einem üppigen und durchgehenden Staudenbeet eingebettet, welches waldartige und vereinzelt farbige Stauden enthält. Landschaftsarchitektur: Antón Landschaft (vormals antón&ghiggi)

Garten Rittergasse Basel

Garten Riettergasse Basel, 2012. Direktauftrag

Bauherrschaft: Familie Albrecht
Fotographie: Giuseppe Micciché

In Basel hielt der französische Barockgarten im Stile Le Notre erst um 1720 Einzug. Die von 1710 an durch Geldgeschäfte erworbenen Vermögen und die ungeahnte Blüte der Seidenbandindustrie von 1730 bis 1765 erlaubten es den Baslern, ausgedehnte und reiche Gartenparterres anzulegen. Einzig am Rheinufer beim Ramsteinerhof und beim Ritterhof entstanden kleinere Terrassengärten. Einer davon ist der Garten der Familie Albrecht Kuster an der Rittergasse. Der Originalplan von 1732 deutet auf die wichtigsten Gartenelemente dieser Zeit: geschnittene Hecken mit Wasserbecken, Statuen und Vasen und ein Gartenpavillon, der die die äusserste Ecke markiert.

Im Rahmen der Haussanierung durch die Architektin Suzanne Senti wurde 2013 auch der Garten in Betracht genommen und wieder in Form gesetzt. Es wurden dabei die wichtigsten Prinzipien des Barockgartens, welche im Laufe der Zeit verloren gingen, aufgenommen und mit neuen Elementen umgesetzt.

Die Formulierung der Axe, welche vom Hauseingang zum Brunnen führt, erfolgt durch zwei geometrische Kompartimente. Die Verwendung niedriger, geschnittener Buchshecken als umfriedendes Element, schafft die Transition vom Haus zum Garten. Die zwei Kompartimente stellen zwei unterschiedliche Gartenwelten dar. Auf der Rheinseite einen kultivierten Klostergarten und auf der anderen Seite einen wilden, verspielten Garten, der als Drachengarten konzipiert wurde.

Der Drachengarten ist ein Typus, der in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Teil des Barockgartens präsent war. Aus der Mythologie und Symbolik des Mittelalters ist er das Sinnbild des Chaos. Die Thematik der Bepflanzung folgt das Prinzip eines kultivierten und eines wilden Gartenbereichs. Somit definiert im Schlangengarten eine spiralförmige Schlangenhautahornhecke den Raum, während im Klostergarten essbare und ornamentale Kräuter und Staudensorten gepflanzt wurden.

Landschaftsarchitektur: Antón Landschaft (vormals antón & ghiggi)

Wohnhäuser Schwerzelweg Oberägeri CH

Oberägeri, 2010-2013. Direktauftrag

Architektur: Lofterød Stojanovic Architekten, Zürich
Bauherrschaft: Odd Roar Lofterød, Oberägeri

Etymologie Oberägeri: Romanisch- althochdeutsche Zusammensetzung von “Acer” Lat. = Ahorn und “-eia” = Aue, Land am Wasser. “Аgeri” heisst “mit Ahorn bestandenes GelКnde am Wasser”, was gut zur Lage des Dorfes Oberägeri am See und zum Vorkommen der Ahorn passt. Im Projekt kommt der Ahorn, der in der naheliegenden Umgebung gut vertreten ist, durch verschiedene Habitus vor: als Hochstamm, als grosser und kleiner Strauchbaum und als Strauchhecke. RКumlich versteht sich der Aussenraum der WohnhКuser als Irrgarten, der durch Stauden- und Heckenpflanzungen die Orientierung und die Ausblicke definieren. Landschaftsarchitektur: Antón Landschaft (vormals antón&ghiggi)

Hofgestaltung Siedlung Sihlfeld Zürich CH

Zürich, 2010-2013 . Direktauftrag

Architektur: Schaffner Architekt, Zürich                                                               

Bauherrschaft: Allgemeine Baugenossenschaft Zürich ABZ

Die Renovation der bestehenden Gebäude der Siedlung Sihlfeld führte eine Neugestaltung des Innenhofes mit sich. Ausgehend von der geologischen Geschichte des Ortes, greift das Konzept die Thematiken Schotter und Moränen auf und übersetzt diese mittels Materialisierung und subtiler Topographie in den neuen Kontext.

© Maria Gutierrez

Der Name des Quartiers Sihlfeld leitet sich vom geologischen Untergrund her ab. Einem breiten, grundwasserführenden Schotterfeld, das von der Sihl und unzähligen Bächen angeschwemmt wurde, die Gesteine des Uetliberges abtragend. Das Quartier ist nicht deckungsgleich mit dem geologischen Sihlfeld, das sich nach Norden bis zur Limmat erstreckt (unteres Sihlfeld) und sich mit dem ebenfalls grundwasserführenden Limmatschotter vermischt.

Das Projekt bedient sich dieser geologischen Eigenheit. Fliessende Formen, topographische Modellierungen und mineralischen Beläge verweisen auf den geschichtlichen Hintergrund und lassen einen dynamischen Innenhof entstehen. Die Rasenfläche und das modellierte Gelände können frei bespielt werden. Ergänzt durch geschützte Aufenthaltsorte, selbst bepflanzbare Gartenbereiche und die Balkone umschlingenden Kletterpflanzen, entsteht ein vielfältiger, belebter Innenhof, der durch diagonale Blickachsen Grosszügigkeit erlangt.

Landschaftsarchitektur: Antón Landschaft (vormals antón&ghiggi )

Bildungs- und Begegnungszentrum Wollerau CH

Wollerau, 2015. Zweistufiger Projektwettbewerb, 1. Preis

Architektur: Derendinger Jaillard Architekten AG, Zürich.
Bauherrschaft: Gemeinde Wollerau, Kanton Schwyz

“Die Gemeinde Wollerau beabsichtigt am Bächergässli einen Neu- bzw. Erweiterungsbau zu den heute bestehenden Schulanlagen Runggelmatt, Dorfmatt und dem Mehrzweckgebäude zu realisieren.”

Im Zentrum von Wollerau gelegen, erhöht auf einem Plateau, bildet die Schulanlage einen wichtigen Bezugspunkt der Gemeinde. Die 1895 als Dorfschulhaus erstellte Dorfmattschule, ist dank ihrer qualitätsvollen spätklassizistischen Architektur im Kantonalen Inventar schätzenswerter Bauten aufgeführt. Der Erweiterungsbau für das Bildungs- und Begegnungszentrum bietet die Chance, die Aussenräume der Schulanlage neu zu definieren. Die vorgesehenen öffentlichen Nutzungen haben an diesem zentralen Standort das Potential, einen attraktiven, zentralen Ort für die Gemeinde zu schaffen und die Schule für die Bewohner zu öffnen.

Der Neubau wird auf der Nordostseite der Parzelle in die Topographie eingefügt. Mit dem Höhenunterschied des Terrains erscheint das Volumen zur Dorfmattschule als langgezogenes, lediglich zweigeschossiges Gebäude. Mit seinem zurückversetzten Dachgeschoss ist der Bau auch auf der Seeseite zweistöckig – aus Rücksicht auf die benachbarte kleinmassstäbliche Bebauung. Die massvolle räumliche Verdichtung des Bestandes ermöglicht qualitätsvolle, klar definierte Räume. Es entsteht ein harmonisches Gebäudeensemble aus Dorfmattschule, Runggelmattschule und Neubau. Ein Treffpunkt für Wollerau.

Die Aussenräume der Anlage werden in vielfältige funktionale, räumliche und atmosphärische Sequenzen gegliedert. Es entsteht ein eigenständiger Landschaftsraum, der gegen das heterogene Umfeld stand hält.

Der zukünftige Schulplatz bildet das Zentrum der Anlage – ein attraktiver, sonniger Begegnungsraum mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und ausreichender Fläche für Veranstaltungen der Gemeinde wie Markt oder Chilbi.Der um die Dorfmattschule angelegte Platz wird vom neuen Bildungs- und Begegnungszentrum, der Runggelmattschule, dem Mehrzweckgebäude und dem längs der Geleise angelegten Schulgarten begrenzt. Der grosszügige, stufenlose Platz mit dörflichem Charakter erhält einen groben Asphaltbelag, bepflanzt mit lockeren Baumgruppen. Ein feines Dach verbindet den Haupteingang des neuen Bildungs- und Begegnungszentrums mit den bestehenden Schulgebäuden und schafft einen wettergeschützten Aussenraum.

Talseitig verbinden die, mit Bäumen bepflanzten Sitzstufen mit schöner Seesicht, den Schulplatz mit der Spielwiese. Der Zugang zum etwas höher gelegenen Spielgarten und zum direkten Eingang zum Kinderhort erfolgt über weitere Sitzstufen. Am Bächergässli befindet sich der abgegrenzte Garten der Kinderkrippe mit direktem Zugang.

Das einfache, kompakte Volumen des Neubaus beherbergt das gesamte Raumprogramm. Die Geschosse sind als  flexibel nutzbare Plateaus ausgebildet, jeder Ebene ist eine Nutzung zugeordnet und hat einen eigenen Bezug zum Aussenraum.

Unsere Vision für das Bildungs- und Begegnungszentrum ist ein offenes Gebäude. Öffnung zur Umgebung, zur Landschaft und zur Gemeinschaft. Eine offene Struktur, die sich mit den Bedürfnissen weiterentwickeln kann.

Neubau Wohnsiedlung Pfaffenlebern Rümlang ZH CH

Rümlang, 2014. Eingeladener anonymer Studienauftrag 1. Preis

Architektur: Althammer Hochuli Architekten, Zürich   
Bauherrschaft: Baugenossenschaft Glattal Zürich (BGZ)
Visualisierung: Raumgleiter, Zürich

Mit der Ausschreibung des vorliegenden Studienauftrags soll auf dem Areal Pfaffenlebern in Rümlang eine Wohnüberbauung mit rund 75 preisgünstigen Wohnungen erstellt werden.

Die neue Wohnsiedlung Pfaffenlebern besteht aus sieben punktförmigen Gebäuden. Auf der leicht erhöhten, flachen Hügelkuppe bilden sie ein offenes und durchgrüntes Bebauungsmuster. Bebauung- und Freiraumstruktur vernetzen die Siedlung räumlich mit dem umliegenden Siedlungsgebiet und integrieren sie auf zurückhaltende Weise. Das Wohnquartier wird auf selbstverständliche Art ergänzt – eine weitere Lücke im Dorf wird so geschlossen.

Die Häuser sind derart gruppiert, dass sie zusammen einen differenziert gegliederten, siedlungsöffentlichen Binnenraum schaffen. Die einzelnen Raumkammern werden durch die unterschiedlichen Zuordnungen der Erdgeschosse verschieden genutzt. Es entsteht so eine Abfolge von Freiräumen, die vielfältig bespielt werden können: vom gefestigten Vorplatz/Wendeplatz betreten Bewohner und Besucher eine Abfolge kleinerer, chaussierter Plätze mit den zugeordneten Zugängen zu den Häusern. Kleeblattförmig umschliessen sie dann als Siedlungsplatz den Gemeinschaftsraum. Die grosse Spielwiese bildet den Abschluss der inneren Raumfolge.

Ein wichtiges Element der Raumbildung im Freiraum stellen die Heckenbepflanzungen dar. Sie schaffen eine räumliche Abgrenzung zu den einzelnen Häusern und trennen so die privat genutzten Gartenbereiche der Erdgeschosswohnungen von der Öffentlichkeit. Für die Bewohner und Besucher entsteht so ein vielseitig nutzbares Angebot mit differenziert gestalteten Freiräumen, in dem sich Bebauung und Freiräume komplementär ergänzen. Durchlässigkeit und Vernetzung schaffen auf dem ganzen Siedlungsgebiet ganz unterschiedliche, atmosphärische Bereiche – vom siedlungsöffentlichen Gemeinschaftsplatz bis hin zu den verschlungenen Spielnischen an den Rändern des Areals. Damit wird die Ausgangslage für eine lebendige Wohnsiedlung geschaffen, die geprägt ist von sehr differenzierten und qualitativ hochwertigen Lebensräumen. Diese Aufenthaltsqualität soll die Begegnung und Kommunikation zwischen den Bewohnern unterstützen und die zwischenmenschlichen Beziehungen über alle Generationen fördern.

Bahnhofplatz Schlieren CH

Wettbewerb 1. Preis 2012. Projekt 2013- 2018 

Zürich, 2012. Studienauftrag im Einladungsverfahren, 1. Preis

Architektur: Baumann Roserens Architekten, Zürich.
Verkehrsplaner: Stadtraumverkehr, Zürich
Bauherrschaft: SBB

Im Rahmen eines Studienauftrages sollen, auf den ehemals bahnbetrieblichen genutzten Arealflächen, einerseits Vorstellungen zur Gestaltung des Bahnhofplatzes Schlieren entwickelt und andererseits ein Nutzungskonzept zur Überbauung des Baufeldes im Westen des Bahnhofareals erarbeitet werden.

Mit dem fortschreitenden Rückzug der Industriebetriebe Schlierens wird das Bahnhofsareal zu einem zentralen Angelpunkt zwischen dem, rund um den alten Dorfkern gewachsenen, südlichen Bereich Schlierens und der neuen Stadt auf den ehemaligen Industriebrachen. Der erweiterte Bahnhofplatz übernimmt  die Rolle eines „Empfangszimmers“ und vermittelt räumlich zwischen den künftigen Stadtteilen beidseits der Bahnlinie.

Die diagonale Wegbeziehung gewinnt mit der Eröffnung der Limmattalbahn an Bedeutung. Deshalb soll die zweite Unterführung westlich des SBB-Areals als vollwertiger Perronzugang ausgebaut werden. Die Besucherströme von den Neubebauungen werden stark zunehmen und dem Gebiet zu einer urbanen Öffentlichkeit verhelfen. Städtebaulich wird auf diese Entwicklungen mit 3 architektonische Elementen reagiert:  Stahldach, 1 Längsbau und ein Punkthaus mit Arkade.

Der Bahnhof Schlieren befindet sich an einer historischen Kreuzung, wo die Bahnlinie auf eine geschichtsträchtige Wegverbindung trifft. Diese strategische Lage spielt eine wichtige Rolle für Schlieren. Der Strassenraum wird im Umgebungskonzept als Freiraum verstanden, der durch eine Abfolge an Bereichen rhythmisiert, belebt und bespielt wird. Die klare Trennung von Verkehr und Fussgängerbereich wird aufgehoben. Ein Raum erstreckt sich auf einer einheitlichen Ebene und wird als Mischzone verstanden. Ein offener Empfangsbereich, mit einem Solitär gekennzeichnet, verweist auf die historische Kreuzung und lässt den Blick auf das alte Bahnhofsgebäude frei.

Pflanzkonzept: Seit frühesten Zeiten pflanzte man in Mitteleuropa verschiedene Bäume im Bereich der landwirtschaftlichen Hofanlagen an. Auf dem Platz vor dem Wohnhaus stand häufig ein einzelner grosser Solitärbaum. Vor der Wetterseite, stand vielfach eine Baumreihe, die Schutz vor der Witterung bot. Dies war auch das Erscheinungsbild Schlierens bäuerlicher Landschaft. Das Pflanzkonzept bedient sich dieser Tradition und überführt sie in den neuen städtebaulichen Kontext des Bahnhofareals. Die eigentliche Baumreihe ist im Projekt in ein grosszügiges, raumbildendes Baumfeld aufgelockert, das durch unterschiedliche Baumdichten dem langgezogenen Bahnhofplatz Abwechslung verleiht, ohne seinen promenadenartigen Charakter zu unterbrechen.

Concorso d’architettura Spazi per la didattica. Fase intermedia di sviluppo del Campus USI -Accademia di architettura Mendrisio

Mendrisio, 2015. Concorso a una fase con procedura selettiva, 1. Premio

Paesaggio: : Antón Landschaft
Architettura: Buchner Bründler Architekten, Zürich.
Ente banditore: USI -Università della Svizzera italiana – Accademia di architettura

Luogo L’attuale Accademia di architettura di Mendrisio si presenta spazialmente come aggregazione di differenti tipologie di edifici, il cui singolo valore storico e spaziale, risultato di differenti epoche, fatica a trovare uniformità e coerenza soprattutto dal punto di vista delle connessioni. Il complesso che nasce e si sviluppa sull’asse stradale di Via Turconi comprendeva originariamente l’omonimo Palazzo Turconi, Villa Argentina e l’adiacente parco. Le contingenti necessità di spazi di lavoro e studio dovute all’aumento degli studenti, ha portato pero alla creazione in differenti periodi, di nuovi edifici: Palazzo Canavèe, la biblioteca e il teatro dell’architettura. Singoli edifici non coinvolti in una visione globale di Campus, la cui superficie d’appoggio (parco e spazi aperti) topograficamente protratta verso valle, diventa nuovo elemento di unione.

Concetto In questo contesto, la semplice riorganizzazione e il ritocco degli spazi aperti porterebbe a uniformare, non solo il nuovo edificio con quelli esistenti, ma anche l’intero Campus con il territorio circostante. Il concetto di collegamento alle diverse scale. Innanzitutto quella Territoriale, con il ripristino e la riorganizzazione dell’originario Parco di Villa argentina, che si estende ben oltre l’area di riflessione oggetto di concorso, ma che rappresenta storia e documento caro alla città di Mendrisio. Una dimenticata dimensione di parco che ospita essenze vegetali centennali dl grande valore paesaggistico.

Subito dopo: la scala del Campus Universitario. Il ritocco e il miglioramento dei collegamenti su tutta l’area, ispirati alla qualità dei percorsi neoclassici intorno a Villa Argentina. Uniformità di materiali e forme allo scopo di leggere gli spazi esistenti e il nuovo spazio per la Didattica, come un tutt’uno. Un unità che aderisce al contesto esistente anche dal punto di vista della circolazione, rimasta immutata se non per il nuovo percorso che attraversa il fabbricato Vignetta. Collegamento più diretto tra la zona Est (Palazzo Canavée, Villa Argentina e Parco) e quella Ovest (Palazzo Turconi – Teatro dell’Architettura – Spazi per la didattica) del perimetro di riflessione. Proprio nella parte Ovest, il progetto del paesaggio prevede il ridisegno dello spazio aperto antistante Palazzo Turconi le cui forme verdi tutelano, innalzano e accompagnano la struttura dei percorsi fatti di ghiaietto, verso il Teatro dell’Architettura e il nuovo Spazio per la didattica.

Il nuovo edificio si presenta come uno volume parzialmente ipogeo la cui composizione, si innesta coscientemente nella scoscesa conformazione del terreno che arriva fino a quota di Via Bolzani. Da una parte, verso Palazzo Turconi, permette la creazione di uno spazio di lavoro all’aperto, raccolto, intimo e contiguo al teatro dell’architettura; dall’altra dirige la propria visuale sulle colline Ticinesi, offrendo al visitatore un colpo d’occhio sia dall’interno che dall’esterno dell’edificio. Le possibilità di accesso all’aula di lavoro sono rese possibili  sia discendendo un piccolo Patio dietro Palazzo Turconi sia costeggiando i lucernari fino alla nuova entrata su via Bolzani. Esiste infine una scala ridotta che chiameremo di Relazione. Un susseguirsi di differenti spazi dati dall’eterogeneo spazio costruito. Dalla grandezza di Palazzo Canavée si attraversa il contenuto percorso che si innesta attraverso il muro del comparto Vignetta, per poi costeggiare Palazzo Turconi sotto al piccolo tetto che porta alla Chiesa, ed infine ritrovarsi a discendere lentamente il percorso di scale che portano all’entrata del nuovo Spazio per la Didattica.

Sequenza e diversità di spazi connessi e riconoscibili dalla materialità e da una vegetazione diffusa su tutta l’area. É perciò un nuovo paesaggio quello del Campus di Mendrisio. Materiali e forme che si legano nell’intento di ospitare nel futuro quanti più studenti, eventi e conoscenza tutelando il valore degli elementi storico – paesaggistici del contesto.

Neubau Wohnsiedlung Sulperg 2 Wettingen CH

Wettingen, 2014. Projektwettbewerb im Einladungsverfahren 1. Preis

Architektur: Althammer Hochuli Architekten, Zürich 
Bauherrschaft: Gemeinnützige Gesellschaft Wettingen / Pro Familia Baden
Visualisierung: Raumgleiter. Zürich  

Ziel ist die Erstellung, in eine Grundfläche von rund 10900m2, einer Siedlung von hoher Wohnqualität für alle Altersgruppen. Gesucht sind Wohnformen, die den heutigen und künftigen Bedürfnissen von Lebensformen und Generationen entsprechen.

Der Ort ist landschaftlich vom Südhang und von den ehemaligen Gotteshaus-Wäldern am Sulperg geprägt. Daraus hat sich in der Umgebungsgestaltung die Inszenierung eines Spazierganges durch einen lockeren Baumhain ergeben. Die allseitige Durchlässigkeit sowie Vielfältigkeit lässt einen lebendigen Aussenraum entstehen. Alte und junge Bäume, geschwungene, von Sitzbänken begleitete Wege und eine leichte Unterbepflanzung schaffen klare Strukturen und vermitteln zugleich eine lockere Atmosphäre. Aus der Unterbepflanzung “geschnittene” Halbinseln, bilden die privaten Aussensitzplätze.

Die Thematik des mittelalterlichen Klostergarten Wettingens wird in der Unterbepflanzung aufgegriffen. Zwar entspricht die freie, leichte Unterbepflanzung nicht dem typischen geometrischen Grundriss des Klostergartens, bietet aber mit seinen essbaren Stauden und Beerensträucher einen Reichtum an Nutzpflanzen, wie dies in den Nutzgärten der Klöster üblich war. Niedrige Sträucher mit essbaren Beeren definieren die Räume ganzjährig und werden im Frühjahr durch filigrane, essbare Stauden-Doldenblüter ergänzt. Eine weitere Nutzpflanzen ist an bestimmten Fassadenbereichen vorzufinden. Hier wächst die Kultur-Birne vertikal in die Höhe und kann ebenfalls gepflückt und verspeist werden.

Neubau Eishockey-Stadion ZSC Lions Zürich CH

Wettbewerb 1. Preis 2013. Projekt 2016- 2018

Architektur: Caruso St John Architekten , London/Zürich.
Ingenieure: Conzett Bronzini Gartman, Chur.
Bauherrschaft: ZSC Lions Zürich.

Das Projekt für das neue Eishockey-Stadion in Zürich, im städtischen Entwicklungsgebiet Altstetten-Juch, hatte zum Ziel ein Heimstadion für den Eishockeyclub ZSC Lions zu schaffen.

Mit einem klar strukturierten Volumen wird an dieser heterogenen Peripherie zugleich ein urbaner Auftakt zur Stadt sowie ein festlicher Ort für die sportlichen Ereignisse formuliert. Die Qualitäten des Entwurfs oszillieren zwischen den Eigenschaften eines Monuments und denjenigen eines Zelts (Auszug Jurybericht). Die wellenförmigen Fassadenelemente suggerieren das Bild eines grossen Vorhangs, hinter dem sich im «Theatre of Dreams» Spielszenen entwickeln werden. Die grosse, mittig angelegte Eishockey-Arena wird im Norden durch die Trainingshalle und im Süden durch die Volleyball-Arena flankiert.

Der neue Gebäudekomplex weist vier Seiten auf, die in der Umgebung vier verschiedenen Situationen gegenüberstehen. Jede Seite entwickelt eine Antwort zu den erwünschten funktionalen Anforderungen. Während die Längsseiten geschlossen sind, erhalten die beiden Stirnseiten zur Stadt hin einen festlichen Charakter, unterstützt von grosszügigen Aussenbereichen. Die stimmungsvollen, erhöhten Terrassen mit Sicht auf die Stadt und ins Limmattal werden einerseits vom VIP-/ Businessteil genutzt, wobei hier ein dicht begrünter Innenhof zum Verweilen einlädt, anderseits dienen sie den Fans als Aufenthalts- und Zugangsbereiche sowie, ausserhalb den Spielzeiten, dem Quartier als Freiraum.

Die gesamte Länge der Ost- und Westfassaden ist durch eine Arkade gegliedert, welche Witterungsschutz und  Verteilebene ist. Dieser grosszügige Erschliessungsraum nimmt alle Eingänge für Personen sowie Fahrzeuge auf. Am südlichen Ende des Stadions, von wo aus die meisten Besucher kommen werden, sind zwei monumentale Treppen angelegt, welche direkt auf eine grosse, nach Süden orientierte, öffentliche Terrasse führen.

Die neue Passerelle schafft eine direkte Verbindung vom Stadion zur Tramhaltestelle Werdhölzli und bekommt durch ihre Volumetrie und Ausformulierung eine klare Präsenz als Infrastruktur gegenüber der Autobahn. Durch die Dramaturgie der Auf- und Abgänge der Passerelle wird ein menschlicher Massstab eingefügt.